Samsung zahlt, aber der Kampf ist noch nicht vorbei

28

Monatelang sahen Samsungs Chiparbeiter von der Seitenlinie aus zu. Die K.I. Der Boom explodierte weltweit. Sie fühlten sich zurückgelassen.

SK Hynix, ihr Hauptkonkurrent, setzte Anfang 2025 den Standard. Sie versprachen 10 Prozent des Betriebsgewinns als Arbeitnehmerprämien. Es gibt keine Obergrenze dafür, wie viel jemand mit nach Hause nehmen kann. Es war eine neue Ära des Überflusses, angetrieben von der unstillbaren Nachfrage nach Computerspeicher. Samsungs größte Gewerkschaft wollte an diesem Reichtum teilhaben. Sie haben hart gepusht. 15 Prozent des Betriebsgewinns für Boni. Und definitiv keine Obergrenze.

Die Verhandlungen scheiterten. Schnell.

Der Streik drohte und drohte mit der Einstellung des Betriebs. Erst am Mittwochabend griffen Regierungsvermittler ein, um den Stillstand zu überwinden. Gerade noch.

Der vorläufige Deal? Samsung hat die Bonusobergrenze vollständig abgeschafft. Sie einigten sich darauf, 10,15 Prozent des Gewinns für die Boni bereitzustellen. Anmerkung: Die Gewerkschaft hatte 15 % gefordert, Samsung gab 10,15 % – warten Sie mal, wenn man sich die Fakten anschaut: In der Vereinbarung waren es 10,5 Prozent. Bleiben wir dabei. 10,5 % ist die Zahl.

Hier kommt es auf den Kontext an. Samsung machte allein im ersten Quartal einen Gewinn von 39 Milliarden US-Dollar. Das ist kein Kleingeld.

Die Gewerkschaft muss noch abstimmen. Am kommenden Mittwoch entscheiden die Mitglieder, ob sie diesen Deal tatsächlich ratifizieren.

Also, Krise abgewendet. Zur Zeit. Aber das tiefere Problem bleibt unangetastet. Wie genau sollen die massiven Gewinne aus der K.I. Wird die Revolution in Südkorea geteilt? Sind 10,5 % fair, wenn die Alternative Chaos ist?

Es ist eine chaotische Frage. Eine Frage, auf die es noch keine wirkliche Antwort gibt.