Die Altria Group ist eine riesige Holdinggesellschaft mit Sitz in Richmond, Virginia. Das 1985 gegründete Unternehmen betreut mehrere große amerikanische Unternehmen. Sein bekanntester Vermögenswert ist Philip Morris Inc., der größte Zigarettenhersteller in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen ist auch an der Weinproduktion beteiligt.
Die Geschichte beginnt lange bevor der Name Altria existierte. Im Jahr 1919 gründete der Vorfahre des heutigen Unternehmens den Namen Philip Morris & Company, Ltd. Inc. Es begann mit dem Erwerb von Vermögenswerten von einem kleinen New Yorker Unternehmen mit demselben Namen.
Der Aufstieg von Marlboro
In den 1930er, 40er und 50er Jahren erweiterte das Unternehmen seine Tabakverarbeitung und -vermarktung. Es wurde ein Haupthersteller von Zigaretten. Mitte der 1950er Jahre kam es zu einem großen Wandel. Philip Morris begann, Cowboy-Bilder zu verwenden, um für seine Marke Marlboro zu werben.
Diese Marketingstrategie hat funktioniert.
Marlboros Popularität wuchs stetig. Dadurch gelangte das Unternehmen Mitte der 1970er-Jahre auf den zweiten Platz unter den amerikanischen Zigarettenherstellern. Der Schwung hielt an. 1978 erwarb Philip Morris das internationale Zigarettengeschäft der Liggett Group Inc. In den frühen 1980er Jahren war Philip Morris der führende Zigarettenhersteller in den Vereinigten Staaten.
Diversifizierung in Konsumgüter
Der Tabakmarkt geriet ins Stocken. Als Reaktion darauf leitete Philip Morris in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts eine Phase aggressiver Diversifizierung ein. Das Ziel war einfach: die Abhängigkeit vom Rauchen zu reduzieren.
Das Unternehmen kaufte 1970 die Miller Brewing Company. Diese Kontrolle behielt es bis zum Verkauf des Unternehmens an South African Breweries PLC im Jahr 2002. Außerdem kaufte es 1978 Seven-Up. Der Erfrischungsgetränkemarkt erwies sich als schwierig zu erweitern. Das Unternehmen verkaufte Seven-Up 1986.
1985 wurde die börsennotierte Philip Morris Companies als Muttergesellschaft von Philip Morris Inc. gegründet. Diese neue Struktur ermöglichte größere Akquisitionen. Die Muttergesellschaft kaufte die General Foods Corporation. Zu diesem Träger gehörten bekannte Marken wie Kaffee von Maxwell House und Tiefkühlkost von Birds Eye.
Zwei Jahre später, 1988, erwarb Philip Morris Kraft Inc. Dies war ein großer Hersteller von Käse und Lebensmitteln. Dann, im Jahr 2000, kaufte das Unternehmen Nabisco. Dieses Unternehmen stellte Snacks wie Oreo-Kekse und Ritz-Cracker her.
Alle diese Akquisitionen wurden zusammengelegt. Sie wurden schließlich zu Kraft Foods Inc. In ihrer Blütezeit waren die Philip Morris Companies einer der weltweit größten Konzernhersteller von Konsumgütern.
Neuausrichtung auf Tabak
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts änderte sich die Strategie erneut. Philip Morris konzentrierte sich wieder auf seine traditionellen Märkte. Zwischen 2001 und 2007 verkaufte die Holding ihre Beteiligung an Kraft Foods.
Im Jahr 2003 wurde der Name in Altria Group geändert. Die Zigarettentochter behielt den Namen Philip Morris. Zu diesem Kerngeschäft fügte das Unternehmen 2007 die John Middleton Company hinzu. Dieses Unternehmen stellt Pfeifentabak und Zigarren her.
Altria baute sein Tabakportfolio weiter aus. Im Jahr 2009 kaufte das Unternehmen UST Inc. Diese Holdinggesellschaft besaß die U.S. Smokeless Tobacco Company. Dieser Hersteller produziert beliebte Dip-Tabake wie Skoal und Copenhagen.
Altria kaufte auch Ste. Michelle Wine Estates. Das im US-Bundesstaat Washington ansässige Weinbauunternehmen wurde zu einer Tochtergesellschaft. Eine weitere wichtige Tochtergesellschaft ist die Philip Morris Capital Corporation. Sie wurde 1982 gegründet und übernimmt Investmentfunktionen.
Die aktuelle Landschaft
Auch heute noch ist die Altria Group eine dominierende Kraft im amerikanischen Tabaksektor. Es besitzt die Marken Benson and Hedges, Parliament, Virginia Slims und Merit. Es kontrolliert auch Liggett-Marken wie L&M, Chesterfield und Lark, an denen es 1999 alle Rechte erworben hat.
Die Geschichte des Unternehmens zeigt ein klares Muster. Es dehnt sich schnell aus. Es diversifiziert in unabhängige Märkte. Dann verkauft es diese Vermögenswerte, um sich auf das zu konzentrieren, was das meiste Geld generiert. Tabak ist das Ding.
Die Weinabteilung existiert. Der Investmentzweig existiert. Die Kernidentität bleibt jedoch mit Rauchprodukten verbunden. Dieses Unentschieden birgt Risiken. Der regulatorische Druck ist konstant. Gesundheitliche Bedenken sind weit verbreitet. Dennoch ist der Markenwert enorm.
Die Altria Group startete nicht als Altria. Es begann als kleine Akquisition in New York. Es wuchs durch Cowboy-Werbung und Bierangebote. Es wurde ein Lebensmittelriese. Dann vergoss es die Nahrung. Heute ist es ein fokussierter Tabakanbieter mit einem vielfältigen Portfolio verwandter Produkte.
Das Geld ist noch da. Die Marken sind immer noch stark. Der regulatorische Gegenwind ist ebenso stark.

























