Lockheed Martins Geschichte: Von Skunk Works im Zweiten Weltkrieg bis hin zu Weltraumstarts

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Lockheed Martin Corp. ist nicht nur ein weiterer Rüstungskonzern. Es ist ein diversifizierter Riese und einer der größten Luft- und Raumfahrthersteller der Welt. Das heutige Unternehmen entstand 1995. In diesem Jahr erfolgte die Fusion von Lockheed Corp. und Martin Marietta Corp. Die Wurzeln reichen jedoch viel tiefer.

Lockheed wurde ursprünglich 1926 als Lockheed Aircraft Co. gegründet. Martin Marietta hatte seine eigene komplizierte Abstammung. Es entstand 1961 durch die Fusion von Martin Co. mit American-Marietta Co.

Die geheime Kraft von Skunk Works

Während des Zweiten Weltkriegs tat Lockheed etwas Ungewöhnliches. Sie gründeten eine Geheimabteilung. Sie nannten es Skunk Works. Diese Einheit wurde zum führenden US-amerikanischen Entwickler von Militärflugzeugen.

Die Liste der Projekte ist beeindruckend. Sie bauten den F-104-Jäger. Sie entwickelten das Spionageflugzeug U-2. Es folgte der SR-71. Dann war da noch der Tarnkappenjäger F-117A.

„Skunk Works“ war nicht nur ein Name. Es war eine Kultur der schnellen Innovation, die die militärische Luftfahrt jahrzehntelang prägte.

Kurz vor dem Bankrott und Rettung der Regierung

Nicht jedes Unterfangen war ein reibungsloser Erfolg. In den frühen 1970er Jahren geriet Lockheed in finanzielle Schwierigkeiten. Der Grund war die Produktion des Verkehrsflugzeugs L-1011 TriStar.

Das Projekt verbrauchte Ressourcen. Es hätte das Unternehmen beinahe bankrott gemacht. Die US-Regierung schritt ein. Zur Rettung von Lockheed wurde massive Hilfe bereitgestellt. Dieser Eingriff hielt das Unternehmen über Wasser. Dadurch konnten sie sich auf das konzentrieren, was sie am besten konnten.

Raketen und Raumfahrtsysteme

Lockheeds Arbeit ging über Flugzeuge hinaus. Die Raketenentwicklung war eine wichtige Säule. Das Unternehmen entwickelte U-Boot-gestützte ballistische Raketensysteme. Dazu gehörte auch die Polaris. Sie bauten auch die Systeme Poseidon und Trident.

Der Weltraum war eine weitere Grenze. Lockheed war für den Bau und die Systemintegration des Hubble-Weltraumteleskops zuständig. Dieses Projekt erforderte Präzision und Zuverlässigkeit in einem Ausmaß, das nur wenige Unternehmen bewältigen konnten.

Die F-22- und Boeing-Partnerschaft

In den frühen 1990er Jahren ging Lockheed keinen Alleingang. Sie gingen eine Partnerschaft mit Boeing Co. ein. Die beiden Firmen schlossen einen Vertrag über den Bau der F-22 Raptor ab. Das war ein Tarnkappenjäger. Der Erstflug erfolgte 1997.

Die F-22 stellte einen bedeutenden Fortschritt im aerodynamischen Design und in der Stealth-Technologie dar. Es bleibt eines der fortschrittlichsten Jagdflugzeuge, die heute im Einsatz sind.

Martin Co.s Beiträge zu Raketen und Elektronik

Martin Co. hatte nach dem Zweiten Weltkrieg sein eigenes Erbe. Das Unternehmen konzentrierte sich auf die Raketenentwicklung. Sie bauten die Titan-Rakete. Sie produzierten auch elektronische Systeme für die US-Regierung.

Als Martin mit Marietta zu Martin Marietta fusionierte, erweiterte sich der Tätigkeitsbereich. Das neue Unternehmen baute die Viking-Marslander. Sie bauten auch die Raumsonde Magellan für die Venus.

Ihr vielleicht sichtbarster Beitrag zur Raumfahrt war der externe Treibstofftank für das Space Shuttle. Diese Komponente war für jede Shuttle-Mission von entscheidender Bedeutung.

Commercial Space Launch Ventures

Die Mitte der 1990er Jahre brachte neue Möglichkeiten im Gewerbebereich. Lockheed Martin gründete ein Joint Venture. Sie nannten es International Launch Services.

Partner waren die russischen Firmen Energia und Chrunitschew. Ziel war es, kommerzielle Weltraumstartdienste zu vermarkten. Dieser Schritt signalisierte einen Wandel. Es