Wie neue EPA-Regeln die Verschmutzung von Rechenzentren vor Anwohnern verbergen könnten

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Die Trump-Administration ist dabei, die Macht zu verlagern. Konkret will es die Art und Weise ändern, wie die Öffentlichkeit in Genehmigungsentscheidungen für Umweltverschmutzer einbezogen wird.

Das Ziel ist laut EPA einfach. Übergeben Sie den Staaten die Zügel. Lassen Sie die örtlichen Behörden entscheiden, wann und ob sie die Bewohner über neue Einrichtungen informieren. Dazu gehören bestimmte Gasanlagen. Auch Dieselgeneratoren stehen auf der Liste. Diese Maschinen versorgen häufig Rechenzentren mit Strom. Der Kicker? Die Öffentlichkeit wird möglicherweise kaum oder gar nicht darüber informiert.

Verlagerung der Last auf staatliche Stellen

Am Mittwoch hielt die EPA eine öffentliche Anhörung ab. Das Thema: eine vorgeschlagene Regeländerung. Diese Änderung würde es den Staaten ermöglichen, die Beteiligung der Öffentlichkeit am Genehmigungsverfahren für bestimmte neue Luftverschmutzungsquellen zu kontrollieren.

Der Zeitpunkt ist bezeichnend. Rechenzentren sind landesweit mit Rückschlägen konfrontiert. Gemeinden nutzen Genehmigungsgesetze, um die Entwicklung zu verlangsamen. Durch das Zurücksetzen dieser Regeln wird ein von Einheimischen verwendetes Tool entfernt. Es verändert die Art und Weise, wie normale Menschen über Einrichtungen in ihrer Nachbarschaft informiert werden.

Vanessa Lynch weiß das. Sie ist Organisatorin bei der Moms Clean Air Force in Pennsylvania.

„Als jemand, der aktiv in Communities mit Rechenzentren arbeitet, weiß ich, dass dies grundsätzlich wahr ist: Die Menschen wollen mitreden.“

Ihr Standpunkt ist grundlegend. Communities wollen Input. Die vorgeschlagene Regel gefährdet diese Eingabe.

Das Schlupfloch der „Minor“-Genehmigungen

Anlagen, die Luftschadstoffe freisetzen, benötigen eine Genehmigung. Dies ist im Clean Air Act vorgeschrieben. Es gibt zwei Wege: Dur oder Moll.

Wichtige Quellen unterliegen einer strengen Prüfung. Bundes- und Landesregulierungsbehörden prüfen sie. Vor und nach Baubeginn gelten umfangreiche Auflagen.

Kleinere Quellen sind unterschiedlich. Die Aufsicht ist leichter. Die Definition einer „geringfügigen“ Quelle ist unglaublich weit gefasst. Es umfasst chemische Reinigungen. Karosseriewerkstätten. Diesel- und Gasmotoren.

Die beiden letztgenannten boomen. Sie versorgen Rechenzentren mit Strom. Unternehmen wie xAI und Meta nutzen Minor-Source-Genehmigungen. Sie bauen Gasanlagen hinter dem Zähler, um den Strom vor Ort zu halten.

Der Kongress legte öffentliche Schritte für wichtige Quellen fest. Öffentliche Anhörungen. Umfangreiches Engagement.

Für kleinere Quellen erfordern die EPA-Regeln eine gewisse Beteiligung der Öffentlichkeit. Aber hier liegt das Problem. Die staatlichen Durchsetzungsgesetze variieren. Sie sind ein Flickenteppich. Ob Agenturen die EPA-Anforderungen einhalten, hängt von Ihrem Wohnort ab.

Was sich durch die neue Regel ändert

Wenn es abgeschlossen ist, sind die Auswirkungen erheblich. Ein EPA-Sprecher sagte WIRED, dass die Änderung den staatlichen und lokalen Behörden die Führung überlassen würde.

Es würde diejenigen, die den Problemen am nächsten stehen, auf den Fahrersitz setzen. Sie würden entscheiden:

  • Wenn eine öffentliche Beteiligung erlaubt ist.
  • Wenn es passiert.
  • Wie lange dauert es?

Die Regelung ändert die Abgasnormen nicht. Es verändert nur den Prozess, dorthin zu gelangen.

Dadurch entsteht eine Ungleichheit. Einige Staaten sind strenger als andere.

Keri Powell ist Rechtsanwältin am Southern Environmental Law Center in Atlanta. Ihre Gruppe übernimmt Fälle in Staaten mit robusten Prozessen. Georgien zum Beispiel.

„Georgien ist ein Beispiel für einen Ort, der mir am Herzen liegt.“

Ihre Gruppe hat kürzlich einen Energieversorger auf den Bau eines Rechenzentrums aufmerksam gemacht. Dabei nutzten sie Informationen aus öffentlichen Luftgenehmigungsanträgen.

Aber entfernen Sie die föderale Basislinie. Was passiert dann?

Community-Gruppen erhalten möglicherweise keine Benachrichtigung. Sie könnten ganz ausgeschlossen werden. Überprüfung und Teilnahme werden optional und nicht verpflichtend.

Staatliche Antworten

Die georgische Umweltschutzabteilung beobachtet die Entwicklung genau. Sara Lips, Kommunikationsdirektorin, sagte, die Behörde prüfe, ob sich die bundesstaatlichen Änderungen auf ihre aktuellen Vorschriften auswirken.

Kentucky ist anders. Byron Gary ist leitender Anwalt beim Kentucky Resources Council. Er sagt, staatliche Stellen hätten hinter den Kulissen eine „informelle Verpflichtung“ eingegangen. Sie planen, die Regeln zur Öffentlichkeitsbeteiligung beizubehalten. Auch wenn die EPA ihre Haltung ändert.

Aber informelle Verpflichtungen sind fragil.

„Wer weiß“, sagt Gary, „ob die nächste Regierung es tatsächlich ändern würde?“

Das Risiko ist real. Regeln können umgeschrieben werden. Schutzmaßnahmen können gelöscht werden. Anwohner können neue Industriestandorte sehen, ohne jemals einen Genehmigungsbescheid zu sehen.

Der Boom bei Rechenzentren beschleunigt sich. In Texas werden tausende neue fossile Brennstoffquellen still und leise in Betrieb genommen. New York hat gerade sein erstes landesweites Moratorium unterzeichnet. Die Spannung eskaliert.

Wenn diese Regel angenommen wird, verlagert sich der Kampf vom Bundesgericht auf die Landeshauptstädte. Es wird zu einem Kampf um Transparenz. Wer darf sprechen? Und wer darf zuhören?